Pomaretto
Pomaretto ist das Tor zum Val Germanasca, am Zusammenfluss des gleichnamigen Wildbachs mit dem Chisone, nicht weit von Perosa Argentina. Geschützt vom Fort Louis und dem Torre delle Banchette, zeigt der Ort mit drei bedeutenden Waldensergebäuden gleich seine historisch-kulturelle Herkunft: Krankenhaus, Internat und Lateinschule für die höhere Schulbildung der Jugendlichen.
Während die Waldenserkirche von oben die alte katholische Pfarrkirche San Nicolao im Auge behält, bietet das Internat eine ideale Gelegenheit für einen Einblick in die Sozialgeschichte, denn es zeigt eine Dauerausstellung der alten Handwerke, eine einzigartige Kollektion von Holzfiguren, die von Carlo Ferrero geschnitzt und von seiner Frau Enrichetta "gekleidet" wurden. Diese Berufe sind landwirtschaftlich geprägt - so von den berühmten Äpfeln, denen das Dorf seinen Namen verdankt, und von den Weinbergen, auf denen noch heute der köstliche Ramìe, ein erlesener DOC-Rotwein, erzeugt wird. Eine andere lokaltypische Spezialität ist der Barathier, ein Elixier, das 1905 von Giacomo Bernard durch Aufbrühen von sieben verschiedenen Alpenpflanzen erfunden wurde.
Pomaretto war früher einfach ein Ausläufer von Perosa. Es entwickelte sich mit dem Aufkommen der Textilindustrie und verfügte im 19. Jahrhundert über einige Graphitminen. Interessant ist auch der Fels Rocca Pertusa, in den für einen Bewässerungskanal von 40 Metern Länge eine Öffnung von 8 Metern Breite ins Gesteinsmaterial gehauen wurde, und zwar wahrscheinlich zu einer Zeit, als dafür noch keine Sprengstoffe zur Verfügung standen.
Texte und Fotos von www.montagnedoc.it
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