Sestriere

Nachdem hier bereits die Skiweltmeisterschaft 1997 ausgetragen worden war, ist Sestriere nun der sportliche Mittelpunkt der Olympischen Winterspiele Turin 2006. Die 120 Kilometer Pisten von Sestriere gehören zum Skigebiet Via Lattea, das die Skistationen von Sauze d'Oulx, Cesana und Claviere verbindet und insgesamt 400 Kilometer Strecken umfasst, die mit künstlichen Beschneiungsanlagen ausgerüstet sind.

Schon lange bevor die sportlichen Erfolge von Alberto Tomba weltweit im Fernsehen zu sehen waren und die Resonanz noch verstärkten, war die bei den VIPs so beliebte piemontesische Hauptstadt des Schnees schon in den 50er Jahren von Filmstars wie Liz Taylor, Ava Gardner und Audrey Hepburn frequentiert, die in Begleitung der römischen Fürsten Torlonia und Ruffo auftraten. Die Wintersportstation Sestriere wurde in den 30er Jahren auf Initiative der Familie Agnelli als touristisches Experiment und Reaktion auf die steigende Leidenschaft der Turiner für den Skisport begründet und wuchs auf dem Berg, der auf 2000 Metern Höhe das Chisone-Tal mit dem oberen Susatal verbindet, in seiner sonnigen Panoramalage schnell an. Mit der Eröffnung der ersten Sessellifte wie Monte Sises und Fraiteve wurde der Erfolg endgültig besiegelt.

Imposant ragen die beiden großen Hoteltürme auf, ebenso wie die horizontalen "wabenartigen" Wohnbauten, um den verfügbaren Platz bestmöglich auszunutzen. Dazwischen liegen die wenigen nicht touristischen Gebäude wie der napoleonische Obelisk, die Marienkapelle Regina Pacis und die Kirche Sant'Edoardo. Aus dem 17. Jahrhundert stammt die Antoniter-Pfarrkirche im Ortsteil Champlas du Col, der auf Cesana blickt, während der andere Alpenweiler, Borgata, am Wildbach Chisonetto auf der Seite von Pragelato liegt.

Texte und Fotos von www.montagnedoc.it

 
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